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Donnerstag, 9. September 2021

Flaschenpfand spenden

Das Team Todenhöfer – Die Gerechtigkeitspartei hat eine bundesweite Aktion „Pfand für Gerechtigkeit“ ins Leben gerufen.
Wir wollen über 1 Millionen Flaschen sammeln, den Pfand spenden und betroffenen Menschen aktiv helfen.

Abschluss dieser Aktion ist eine Kundgebung am 12.09.2021 vor dem Reichstagsgebäude in Berlin. Geplant ist, so viele Pfandflaschen wie möglich in einen übergroßen Supermarkt-Einkaufswagen einzuwerfen, um damit auf die Menschen aufmerksam zu machen, die durch das Sammeln von Pfandflaschen versuchen, ihr geringes Einkommen aufzubessern.

Hier ein paar Fakten zur aktuellen Lage von Armut in Deutschland
Darunter ca. 3. Millionen Kinder
 
  • 6,85 Millionen Menschen sind überschuldet
  • 5,5 Millionen beziehen Sozialleistungen
  • Aktueller Mindestlohn führt zur Altersarmut
  • Es gibt 940 Tafeln mit ca. 1,5 Millionen Bedürftigen
  • Armut stellt viele Risiken dar: Öfter krank, psychische Folgen, geringere Chancen, gesellschaftliche Ausgrenzung, früherer Tod
  • Besonders von Armut betroffen sind Erwerbslose, Alleinerziehende, Rentner, Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen im Niedriglohnsektor.
 
Mehr zu dem Thema und dem Projekt auf https://www.aktion-pfand.de/armut-in-deutschland

Dienstag, 7. September 2021

Neue EU-Verordnung für Leuchtmittel

Die Energieverbrauchskennzeichnung für Leuchtmittel kehrt zur Klasseneinteilung A bis G zurück. Die Anforderungen zum Erreichen der höchsten Energieeffizienz-Klassen A und B sind hoch und bieten somit Anreize für Hersteller, ihre Produkte noch energiesparender zu gestalten. Eine neue Produktdatenbank soll bessere Orientierung vor dem Kauf bieten. Seit 1998 gibt es eine EU-Energieverbrauchskennzeichnung für Elektrogeräte und Lampen. Durch die Weiterentwicklung der Technik war die Mehrzahl der Produkte in den 2000-er Jahren in den besseren Energieklassen zu finden; Unterschiede waren dadurch für Verbraucher*innen zunehmend schwerer zu erkennen. Dies führte schon einmal zu einer Neueinteilung der Klassengrenzen. Nachdem die Energieeffizienz in den vergangenen Jahren bei vielen Produktgruppen weiter gestiegen war, wurde eine erneute Änderung erforderlich. Bei mehreren Produktgruppen, wie Fernseher und Kühlschränke, erfolgte dies zum 1. März 2021.

Nun wird aufgrund einer neuen EU-Verordnung zum 1. September 2021 auch die Energieverbrauchskennzeichnung bei Leuchtmitteln an die Entwicklung angepasst. Nachdem die Bandbreite der Energieklassen zwischenzeitlich von A++ bis E reichte, kehrt die Einteilung zu den Klassen A (dunkelgrün) bis G (dunkelrot) zurück. Die Hürden für das Erreichen der Klassen A und B sind hoch und sollen erst in ein paar Jahren von Produkten genommen werden können. Ziel ist ein Anreiz für die Hersteller, die Energieeffizienz noch weiter zu steigern.

Geändert hat sich in Teilen auch die Gruppe der Leuchtmittel, die der Energieverbrauchskennzeichnungspflicht unterliegen. Ab 1. September 2021 sind es die meisten Lampen, viele LED-Module und ein Teil der Leuchten (zur Verwendung der Begriffe in der Fachsprache siehe Infografik unten).

Eine weitere Neuerung ist die Ergänzung des Etikettes um einen QR-Code, der mit dem Smartphone eingelesen werden kann, um in einer neu eingerichteten EU-Produktdatenbank weitere Informationen zu den Leuchtmitteln abzurufen.

Während einer Übergangszeit von 18 Monaten werden in den Geschäften noch Produkte mit dem alten Etikett zu finden sein. Quelle: umweltbundesamt

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Donnerstag, 2. September 2021

Litauen in der Migrantenkrise

Brüssel hat am Montag Millionen von Euro zugesagt, um Litauen bei der Bewältigung einer Migrantenkrise zu helfen, da täglich Hunderte versuchen, aus dem benachbarten Weißrussland illegal in das Gebiet der Europäischen Union einzureisen. Ylva Johansson, die EU-Kommissarin für Inneres, traf am Sonntag in Litauen ein, einem Tag, an dem ein Rekord von 287 illegalen Einwanderern registriert wurde – mehr als dreimal so viele wie im gesamten letzten Jahr.

 

Seit er bei einer Präsidentschaftswahl im August 2020, die der Westen als manipuliert bezeichnete, als Sieger bekannt gegeben wurde, hat er gegen Proteste der Opposition in seinem Land hart durchgegriffen und sein wichtigster Herausforderer bei den Wahlen ist nach Litauen geflohen. „Litauen, die EU, die Schengen-Staaten müssen den illegalen Zugang zu diesem Gebiet verhindern. Deshalb unterstützen wir, die gesamte EU, Litauen bei der Verteidigung unserer gemeinsamen Außengrenze mit Weißrussland“, sagte Johansson gegenüber Reportern.

 

Dienstag, 31. August 2021

Das Chaos vom Flughafen Kabul

Europäische Länder forderten am Dienstag, den Zugang zum Flughafen Kabul "so lange wie nötig" zu verlängern. Der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, sagte Reportern nach einem virtuellen Treffen der Staats- und Regierungschefs der G7, dass die EU-Mitgliedstaaten gegenüber den USA mehrere Bedenken geäußert hätten, darunter „die Notwendigkeit, den Flughafen so lange wie nötig zu sichern, um die (Evakuierungs-)Operationen abzuschließen“. Dies geschieht Stunden, nachdem die Taliban bekräftigt haben, dass sie keine Verlängerung des Austrittsdatums vom 31. August zulassen werden. Ein Sprecher der militanten Gruppe sagte Reportern, dass es "keine Verlängerungen" der von den USA für den Abzug ihrer Truppen am 31. August gesetzten Frist geben werde. Das US-Militär kontrolliert derzeit den Flughafen Kabul, von dem aus Evakuierungsflüge stattfinden.

Donnerstag, 19. August 2021

BaFin konkretisiert Gesetz zur Stärkung des Anlegerschutzes

In einem nun veröffentlichten Merkblatt hat die BaFin nun das „Gesetz zur weiteren Stärkung des Anlegerschutzes“ konkretisiert. Die Finanzaufsicht bleibt dabei bei ihrer harten Haltung.

Künftig sind keine Emissionen nach dem Vermögensanlagegesetz mehr möglich, wenn das Anlageobjekt noch nicht konkret bestimmt ist. Unter „konkret bestimmt“ wird dabei verstanden, dass bspw. für Immobilien-Vermögensanalgen zu jedem geplanten Objekt u.a. der Standort, die Adresse, die Größe und der Vermietungsstand angegeben werden müssen. Laut dem BaFin-Merkblatt muss zudem mindestens nachgewiesen werden, dass der Emittent bereits Vorverhandlungen zum Kauf getätigt hat. Diese Voraussetzungen müssen auch bei mittelbaren Investitionen über Zwischengesellschaften erfüllt sein. Die geplanten Immobilien müssen dabei ebenfalls konkret bestimmt sein und die entsprechenden Informationen müssen im Prospekt erscheinen. Die für bestimmte Objekte verplante Liquiditätsreserve darf nach dem Willen der BaFin nur noch bei höchstens 5 % des Emissionsvolumens liegen. Demnach sind auch Semi-Blind Pools nicht mehr möglich.

Für Vermögensanlagen, die nur nach ihrer Gattung bestimmbar sind, etwa Container oder Wechselkoffer, bleiben zwar grundsätzlich möglich. Jedoch sind auch hier konkrete Angaben u.a. zur Nutzungsart, Größe und Zustand sowie nachweisbare Vorverhandlungen bzw. dem Abschluss von Vorverträgen nötig.

Weiterhin möglich bleiben zudem „Investitionen in den Geschäftszweck“ von aktiven Unternehmen, wobei die geplante Mittelverwendung bspw. für Personalaufbau oder Marketing genau zu definieren ist. Somit sind mittelbare Investitionen bspw. in Erneuerbare Energien nur dann erlaubt, wenn sie konkrete bestimmt sind und entsprechende Detailangaben im Prospekt berücksichtigt werden. Sollten sich bei einem Anlageobjekt Änderungen ergeben oder eine Transaktion nicht zustande kommen, besteht ein Prospektnachtragspflicht und die Anleger haben dabei ein Widerrufsrecht. Bereits gebilligte Prospekte können Anbieter noch ein Jahr nach Hinterlegung weiterverwenden. (ahu) Quelle: finanzwelt.de










Dienstag, 17. August 2021

Cyber-Angriffe überschwemmen gerade die Welt

Im Mittelpunkt steht mittlerweile Erpressungs-Software, die ganze Wirtschaftszweige blockiert. Es geht dabei um irrwitzige Millionenbeträge, die von den Kriminellen gefordert werden. Das hat Konsequenzen für die deutsche Wirtschaft, die vermehrt Versicherungsschutz sucht. Großes Umsatzpotenzial bietet sich Maklern aber auch bei Privatkunden. 

Die internationale Erpressergruppe REvil hat erst im Mai mit einem Ransom-Angriff auf den Fleischfabrikanten JBS 11 Mio. US-Dollar in Bitcoin als Lösegeld für die Freigabe von Daten erpresst. Einen Monat später hat sie mit einem Angriff auf den IT-Dienstleister Kasseya erneut zugeschlagen. Die Zahl der an Kasseya angebundenen Kunden ging weltweit in den vierstelligen Bereich. Zynisch könnte man sagen, dass solche Kriminelle das Geschäft der Cyber-Versicherer beflügeln. Dafür muss man sich nur den aktuellen Cyber Readiness Report 2021 von Hiscox vornehmen. Dieser zeigt eine zunehmende Sensibilisierung für Cyber-Gefahren, getreu dem Motto: „Durch Schaden wird man klug“. Zwar stieg der Anteil deutscher Unternehmen mit mindestens einer Cyber-Attacke auf 46 % (2020: 41 %), aber auch die Zahl der gut vorbereiteten „Cyber-Experten“ erhöhte sich auf 21 % (2020: 17 %). Im internationalen Vergleich investieren die befragten deutschen Unternehmen zudem am meisten in Cyber-Sicherheit – 62 % mehr als im Vorjahr. Wie wichtig ein umfassendes Sicherheitskonzept ist, machen laut Hiscox die hohen Kosten im Schadenfall deutlich: Deutsche Firmen verzeichneten im vergangenen Jahr unter allen acht Ländern die höchsten mittleren Gesamtkosten durch Cyber-Angriffe. Auch die teuerste Einzelattacke mit Kosten von über 4,6 Mio. Euro traf ein Unternehmen in Deutschland. Um sich vor existenzbedrohenden Schadensfällen zu schützen, hat ein Großteil der befragten Firmen die Relevanz der Absicherung durch eine Cyber-Police erkannt, nur noch 15 % gaben an, dass sie an einer solchen Versicherung keinerlei Interesse hätten – im letzten Jahr lag dieser Wert noch um zehn Prozentpunkte höher (2020: 25 %).

Privatkunden bleiben auf der Strecke

57 % der befragten deutschen Unternehmen gaben während der Befragung an, pandemiebedingt im Homeoffice zu arbeiten, vor der Pandemie war dies bei lediglich 15 % der Fall. Der Umzug zahl reicher Firmen von Büroräumen in die heimischen vier Wände erhöht aber die Gefahr, durch ungesicherte Einfallstore Opfer eines Cyber-Angriffs zu werden. Dies schlägt sich denn auch in den prozentualen Angriffszahlen nieder: War die Anzahl der Unternehmen mit mindestens einem erlebten Cyber-Angriff im vergangenen Jahr erstmals seit der Erhebung des Cyber Readiness Reports auf nur 41 % zurückgegangen, stieg sie im aktuellen Report in Deutschland auf 46 % an. Aber was ist mit Privathaushalten, die ja auch direkt oder indirekt zu Opfern werden können? Eins ist klar: Suchen sie eine Versicherungslösung, haben sie es schwer. Denn nur wenige Versicherer bieten ihren Cyber-Schutz auch Privatkunden an. Immerhin sagt Alina Sucker, Underwriting Manager Art & Private Clients bei Hiscox Deutschland: „Private Haushalte nehmen aufgrund aktueller Presseberichte immer stärker wahr, dass sie online einem Risiko ausgesetzt sind. Da der Markt für private Cyberdeckungen jedoch noch nicht sehr ausgereift ist, ist den Kunden oft nicht bewusst, dass es auch für diese Risiken eine Versicherungslösung gibt.“ Das Interesse der Kunden am Produkt sei hoch, Abschlüsse würden jedoch noch nicht so selbstverständlich getätigt wie in der Gebäude- oder Hausratversicherung. Die Abschlussbereitschaft steige merklich mit der Aufklärungskompetenz der Vermittler zu diesem Produkt oder Produktbaustein. Quelle: finanzwelt.de (hdm)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 12. August 2021

Tunesier hoffen auf eine bessere Zukunft

Zwei Wochen nachdem Tunesiens Präsident Kais Saied die Regierung gestürzt und die Aktivitäten des Parlaments eingefroren hat, verlassen Tunesier weiterhin das Land aus Mangel an Möglichkeiten. Tunesiens Präsident muss noch einen neuen Premierminister ernennen und einen klaren Fahrplan für die Zukunft des Landes festlegen, aber die Menschen suchen immer noch nach Auswegen und hoffen auf eine bessere Zukunft in Europa. Letztes Jahr war die Zahl der Tunesier, die nach Europa zogen, die höchste seit 2011, berichtete AFP, und es gibt Hinweise darauf, dass die Ströme anhalten. Rom sagte, die Zahl der Migranten, die im Mai und Juni dieses Jahres die italienische Küste erreichten, habe sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht. Bis zum 9. August waren nach Angaben des italienischen Innenministeriums knapp ein Viertel der Gesamtankünfte Tunesier.

Donnerstag, 5. August 2021

Westjordanland: Ben & Jerry’s stellt Eisverkauf ein

Ben & Jerry’s sagte am Montag, es werde den Eis-Verkauf im von Israel besetzten Westjordanland einstellenDer Verkauf in den von den Palästinensern angestrebten Gebieten sei „unvereinbar mit unseren Werten“. Die Ankündigung war eine der stärksten und profiliertesten Rügen eines bekannten Unternehmens gegen Israels Politik, seine Bürger in kriegsgewonnenem Land anzusiedeln. Die Siedlungen werden von der internationalen Gemeinschaft weithin als illegal und als Hindernis für den Frieden angesehen. Der Schritt der in Vermont ansässigen Eiscremefirma wurde vom israelischen Premierminister Naftali Bennett, einem ehemaligen Führer der Siedlungsbewegung im Westjordanland, schnell kritisiert. Er nannte es „eine unmoralische Entscheidung und ich glaube, dass es sich als geschäftlicher Fehler herausstellen wird.“ Das Unternehmen informierte seinen langjährigen Lizenznehmer, der für die Herstellung und den Vertrieb des Eis in Israel verantwortlich ist, dass es die Lizenzvereinbarung nach Ablauf des nächsten Jahres nicht verlängern wirdDie Erklärung von Ben & Jerry zitierte „die Bedenken, die unsere Fans und vertrauenswürdigen Partner mit uns teilen“.

Dienstag, 3. August 2021

Laschets und Baerbocks öffentliche Fehltritte

Sowohl Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) , als auch Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (Die Grünen) entschuldigen sich für die öffentlichen Fehltritte der vergangenen Woche.

 Zwei der führenden deutschen Kanzlerkandidatinnen sind nur zwei Monate vor der Bundestagswahl für ihr Verhalten heftig kritisiert worden“, leitet Kommunikationsexperte Michael Oehme das Thema der Woche ein. 

 

Armin Laschet, der Kandidat des konservativen Blocks für die Nachfolge von Angela Merkel, hat sich letzte Woche erneut dafür entschuldigt, in der Öffentlichkeit gelacht zu haben, als er eine deutsche Stadt besuchte, die von den jüngsten Überschwemmungen verwüstet wurde. Unterdessen hat die Kandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, ihr Bedauern über die Verwendung des N-Wortes in einem kürzlichen Interview geäußert. Die Aktionen könnten dem öffentlichen Ansehen beider Kandidatinnen ernsthaften Schaden zufügen, da sich Deutschland erstmals seit 2005 auf ein Leben ohne Kanzlerin Merkel vorbereitet. Laut Europe Elects liegen die Konservativen von Laschet in Umfragen weiterhin 10 Punkte vor den Grünen, aber beide Parteien haben im letzten Monat Verluste hinnehmen müssen“, fügt Michael Oehme hinzu.

 

Laschet, der Vorsitzende der Christlich Demokratischen Union (CDU) und Landeshauptmann des Landes Nordrhein-Westfalen, gilt als Spitzenreiter für die Nachfolge von Merkel als Kanzler im September. Bei einem Besuch in der Westernstadt Erfstadt am vergangenen Samstag wurde er jedoch lachend gesehen, während Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine Erklärung zu den verheerenden Überschwemmungen in der Region abgab, bei denen mindestens 180 Menschen ums Leben kamen. Der Vorfall löste in den sozialen Medien Wut aus, wobei einige Nutzer den Hashtag #laschetlacht teilten“, so Kommunikationsexperte Oehme weiter. 

 

Unterdessen räumte Baerbock, Co-Vorsitzende der deutschen Grünen, einen Fehler ein und sagte, sie habe das N-Wort verwendet, als sie dem Zentralrat der Juden eine Geschichte erzählte. Die Geschichte, sagte Baerbock, handelte von einem örtlichen Schulkind, das sich geweigert hatte, ein Arbeitsblatt mit der rassistischen Beleidigung auszufüllen. Baerbock lobte die Schülerin für ihre antirassistische Haltung, sagte aber, ihre Verwendung des Wortes sei "falsch" und es tue ihr leid. „Ich weiß um den rassistischen Ursprung dieses Wortes und die Verletzungen, die Schwarze unter anderem dadurch erfahren, schrieb Baerbock auf Twitter.

 

„Auch eine eventuelle Impfpflicht wird ein Streitthema bei den kommenden Wahlen werden. Sollten die Impfraten in Deutschland bis zum Herbst zu niedrig bleiben, könnten andere Optionen in Betracht gezogen werden“, erklärt Kommunikationsexperte Michael Oehme abschließend. Mehr als 60 Prozent der deutschen Bevölkerung haben mindestens eine Dosis erhalten, während über 49 Prozentvollständig geimpft sind.

Donnerstag, 29. Juli 2021

Neue Reisebeschränkungen wegen Delta-Variante

Portugal, Spanien und Deutschland haben neue Reisebeschränkungen erlassen, um die Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Coronavirus-Variante zu begrenzen, die erstmals in Indien entdeckt wurde. Deutschland hat am Dienstag mit der Einführung neuer Beschränkungen für die Einreise von Personen aus Portugal und Russland begonnen, die eine zweiwöchige Quarantäne beinhalten. 

In der Zwischenzeit steht Großbritannien angesichts der steigenden Zahl neuer Coronavirus-Fälle mit der Delta-Variante unter Druck. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihre Besorgnis über die EM 2020 geäußert und fordert, dass die Zuschauerzahlen in britischen Stadien, in denen Spiele stattfinden, reduziert werden. Merkel hatte Portugal letzte Woche dafür kritisiert, dass britische Touristen zwischen Mitte Mai und Anfang Juni in das Land reisen durften, während die Delta-Variante in Großbritannien im Umlauf war.

Brasilianer gegen Bolsonaros Corona-Politik

Tausende Brasilianer sind erneut gegen die Corona-Politik der Regierung von Präsident Jair Bolsonaro auf die Strasse gegangen. Bei Demonstrationen im ganzen Land forderten sie am Samstag ein Amtsenthebungsverfahren gegen den rechten Staatschef, mehr Impfungen gegen das Coronavirus und wirtschaftliche Hilfen in der Pandemie, wie das Nachrichtenportal «G1» berichtete. Zu Protesten kam es in mindestens 13 Provinzhauptstädten, darunter Rio de Janeiro, Recife und Salvador.

Zu den Demonstrationen hatten Gewerkschaften und linke Gruppen aufgerufen. Auf Transparenten war zu lesen: «Bolsonaro - korrupter Völkermörder. Amtsenthebung jetzt» und «Wir wollen Impfungen, er Schmiergeld. Weg mit Bolsonaro».

Die Regierung von Präsident Bolsonaro verharmloste die Pandemie von Anfang an und stemmte sich mit Verweis auf die wirtschaftlichen Folgen gegen harte Ausgangsbeschränkungen. Zuletzt zog Bolsonaro auch den Sinn von Impfungen in Zweifel. Mittlerweile prüft ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss Bolsonaros Krisenmanagement in der Pandemie.
Brasilien gehört zu den am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern der Welt. Bislang haben sich fast 20 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Fast 550 000 Patienten sind mittlerweile im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. In der Millionenmetropole Rio de Janeiro wächst unterdessen nach ersten Todesfällen durch die Delta-Variante die Sorge vor deren Ausbreitung. Quelle: watson.ch

Dienstag, 27. Juli 2021

Überwachungssoftware Pegasus betrifft uns alle

WhatsApp-Chef Will Cathcart hat Enthüllungen zur Überwachungssoftware Pegasus der israelischen Firma NSO als «Weckruf» bezeichnet. «Mobiltelefone sind entweder für jeden sicher oder sie sind nicht für jeden sicher», sagte er der britischen Zeitung «The Guardian» am Samstag. «Wenn das Journalisten auf der ganzen Welt betrifft, wenn das Verteidiger von Menschenrechten auf der ganzen Welt betrifft, dann betrifft das uns alle.»

Zuletzt wurde von einem Journalistenkonsortium international darüber berichtet, dass mit dem Staats-Trojaner Pegasus Smartphones von zahlreichen Journalisten, Menschenrechtlern, Politikern und Geschäftsleuten ausgespäht worden sein könnten.
Das Programm Pegasus kann heimlich auf Handys installiert werden, ohne dass das Opfer etwas davon ahnt. Es reicht beispielsweise, wenn das betreffende Smartphone (iPhone oder Android) in die Nähe einer manipulierten Mobilfunkzelle gerät. Der eingeschleuste Trojaner kann danach alles auf dem Smartphone mitlesen und mithören, auch Nachrichten über verschlüsselte Messenger wie WhatsApp, iMessage, Threema oder Signal. Quelle: watson.ch

Donnerstag, 22. Juli 2021

Kaufpreisdynamik bei Immobilien steigt deutlich an

Die mittleren Angebots-Mietpreise* sind in den Big 8 (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Leipzig und Stuttgart) im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 2,4 Prozent gestiegen. Der Fünfjahresschnitt weist noch ein Zuwachs von 5,0 Prozent auf. Nur Stuttgart zeigt einen leichten Rückgang.

- Sehr deutlich verteuert haben sich auf Jahressicht abermals die angebotenen Kaufpreise für Eigentumswohnungen*. Mit durchschnittlich 15,0 Prozent liegen sie über dem Fünfjahresschnitt von 8,4 Prozent. Leipzig weist stärksten Anstieg auf. Auch außerhalb der großen Metropolen müssen Käufer mehr zahlen als noch vor einem Jahr.Quelle: www.konii.de

Dienstag, 20. Juli 2021

Wirecard-Vorstandschef Markus Braun muss in Untersuchungshaft bleiben

Der frühere Wirecard-Vorstandschef Markus Braun muss auch nach einem Jahr hinter Gittern in Untersuchungshaft bleiben. Der 2. Strafsenat des Oberlandesgerichts München ordnete am Freitag die Fortdauer der U-Haft an, wie das Gericht mitteilte. 

Auf freien Fuß hingegen kommt ein weiterer Wirecard-Manager aus der Finanzabteilung des Konzerns. Das damalige Dax-Unternehmen war im Sommer 2020 nach Aufdeckung mutmaßlicher Milliardenbetrügereien zusammengebrochen.

Der Entscheidung des OLG vorausgegangen war wochenlanges Tauziehen zwischen Staatsanwaltschaft und den Verteidigern Brauns. Die Ermittler werfen Braun und anderen Wirecard-Führungskräften gewerbsmäßigen Bandenbetrug vor. Sie sollen Banken und Investoren mit Hilfe manipulierter Bilanzen um drei Milliarden Euro geprellt haben. Haftprüfungen finden im Turnus von drei Monaten statt. (dpa-AFX) cash-online

Donnerstag, 15. Juli 2021

Einwegplastik: Takeaway gehts jetzt an den Kragen

Ab dieser Woche sind in der EU Strohhalme, Plastikflaschen, Kaffeetassen und Takeaway-Behälter aus bestimmten Materialien verboten. Insbesondere Artikel aus expandiertem Polystyrol dürfen nicht mehr verkauft werden. Die genauen enthaltenen Artikel sind 10 Einwegkunststoffe, die am häufigsten an Stränden weggeworfen werden. Expandiertes Polystyrol wird ins Visier genommen, weil es leicht in winzige weiße Plastikkugeln zerfällt, die vom Wind herumgeblasen und von Fischen oder Vögeln gefressen werden, die es für Nahrung halten. Das neue Gesetz mit der Bezeichnung Single-Use Plastics (SUP)-Richtlinie verpflichtet alle 27 EU-Mitgliedstaaten, die neuen Richtlinien durchzusetzen. Auch Norwegen setzt die SUP-Richtlinie als Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums um, obwohl es kein Mitglied der EU ist.

Ziel der Gesetze ist es, die Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt, insbesondere die aquatische Umwelt, und auf die menschliche Gesundheit zu verhindern und zu verringern sowie den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft mit innovativen und nachhaltigen Geschäftsmodellen zu fördernDie Richtlinie wird in nationales Recht umgesetzt und ab dem 3. Juli 2021 angewendet – Länder, die diesen Verpflichtungen nicht nachkommen, werden mit Geldstrafen belegt. Einwegplastik (SUP) macht 50 Prozent des gesamten Mülls aus, der an europäischen Stränden gefunden wird.

 

Dienstag, 13. Juli 2021

Katholiken fordern radikale Veränderungen

In einem ruhigen Teil der Stadt Köln im Westen Deutschlands stehen Regenbogenfahnen stolz vor der St. Pankratius-Kirche. Pankratius ist eine von rund hundert Kirchen in ganz Deutschland, die im Mai letzten Jahres an einem Tag namens "Liebe gewinnt" öffentliche Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare organisiert haben. 2020 fand dort die erste standesamtliche, gleichgeschlechtliche Eheschließung statt. 2008 hatten sie bei der Eintragung der Lebenspartnerschaft einen geheimen Segen von einem damals suspendierten katholischen Priester erhalten. Wolfgang Fey ist Oberpfarrer der Pankratiuskirche. Er war derjenige, der diese Segnungen im Mai autorisiert hat. Er erzählt uns von seiner Motivation dafür und sagt, als er noch ein Kind war, "gab es einen Vater, eine Mutter und ein Kind. Das war eine Familie".

Aber er betont, dass die Dinge jetzt ganz anders sind, da es gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern, Alleinerziehende und Patchwork-Familien gibt. Er glaubt, dass Priester "wachsam sein müssen, was passiert und sich bewusst sein müssen, wie die Menschen leben". Er fügt hinzu, dass "der Segen das Herzstück des Lebens ist und die Pastoren, die Priester sind unter den Menschen und müssen verstehen, wie sie heute leben".

Donnerstag, 8. Juli 2021

Bafin sucht Whistleblower

Die Finanzaufsicht ist auf Hinweise aus der Branche angewiesen, um Missstände aufzudecken. Zur besseren Bearbeitung der Tipps von Informanten hat die Behörde ihre Anlaufstelle umgebaut. Im Rahmen ihres umfassenden Umbaus im Nachgang des Wirecard-Skandals reorganisiert die Finanzaufsicht Bafin auch ihre Anlaufstelle für Hinweisgeber ("Whistleblower"). Ab dem 16. August werde dafür ein Kompetenzreferat eingerichtet, der direkt an die Behördenleitung berichtet. "Die Hinweisgeberstelle wird die bei ihr eingehenden Hinweise optimal für die Aufsichtsarbeit nutzbar machen. Dazu wird das neue Kompetenzreferat vertieft potenzielle Risiken analysieren und einstufen", heißt es in einer Mitteilung. Die Bafin hofft, auf diese Weise schon sehr früh eventuelle Gesetzverstöße zu entdecken. 

Die Anlaufstelle für Whistleblower wurde 2016 eingerichtet, damit Personen aus der Finanzbrache auf Missstände in ihren Unternehmen aufmerksam machen können. Das geschah laut der Bafin allein im ersten Halbjahr 2021 in über 1.200 Fällen. Um die Personen zu schützen bietet die Aufsicht auch die Möglichkeit an, Informationen anonym zu übermitteln. Quelle:fondsprofessionell

Donnerstag, 1. Juli 2021

Lidl bewirbt Versicherungen

Die Deutsche Familienversicherung hat eine Kooperation mit Lidl vereinbart – künftig werden die Versicherungen der DFV auch über die App des Discounters beworben. Auch sonst werden Kooperationen mit dem Handel für die Versicherer immer wichtiger.

Versicherungen bekommt König Kunde heute längst nicht mehr nur beim Makler oder beim Versicherer selbst. Mittlerweile lassen sich Versicherungen für glänzende Zähne, gesunde Hunde und die neue Wohnzimmereinrichtung auch immer häufiger im Einzelhandel besorgen.  

So verkauft Ikea in der Schweiz sowie in zwei asiatischen Ländern mittlerweile Hausrat- und Haftpflichtversicherungen unter dem Namen „Hemsäker“ über sein Onlineportal und erfährt mit jedem Abschluss mehr über seine Kunden. Noch ist das Angebot zwar auf wenige Länder beschränkt, der Sprung nach Deutschland wurde von den Verantwortlichen allerdings nicht ausgeschlossen.  

Dienstag, 29. Juni 2021

Sydney macht dicht

Sydney – Behörden im australischen Sydney haben für mehrere zentrale Stadtteile einen einwöchigen Lockdown gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus verhängt. „Das soll sicherstellen, dass wir keine Übertragungsketten übersehen haben“, sagte die Regierungschefin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, heute.

Vergangene Woche war ein neuer Infektionsherd in der australischen Metropole aufgetreten, befürchtet wird eine weitere Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante des Virus. Ein Großteil der fünf Millionen Einwohner von Sydney durfte bereits seit vorgestern die Stadt nicht mehr verlassen, um eine Verbreitung des Virus in andere Gebiete zu verhindern. Die Regelung wurde bis nächsten Freitag verlängert. Der jüngste Ausbruch geht auf einen Fahrdienst zurück, der vor rund zwei Wochen die Besatzung eines Flugzeuges in ein Quarantäne-Hotel brachte. Die Behörden haben seither 65 Coronafälle registriert. Quelle: aerzteblatt

Donnerstag, 24. Juni 2021

Ermittlungsverfahren gegen Apple

Die deutsche Wettbewerbsaufsicht hat ein Ermittlungsverfahren gegen Apple wegen seines iOS-Betriebssystems eingeleitet. Die Behörde teilte mit, sie habe verschiedene Beschwerden über „potenziell wettbewerbswidrige Praktiken“ von Apple erhalten. Untersucht wird, ob der US-Technologieriese mit dem Betriebssystem seiner iPhone-Smartphones den freien Wettbewerb seiner Konkurrenten behindert. Facebook, Amazon und Google wurden alle zuvor auf ihre Praktiken in den Bereichen Wettbewerb und Datenschutz überprüft. Apple sieht sich derzeit in der Europäischen Union mit mehreren Wettbewerbsfällen konfrontiert, wo vorgeworfen wird, den Technologiemarkt unfair zu beherrschen.

Dienstag, 22. Juni 2021

Special Olympics World Games finden in der Schweiz statt

Die World Winter Games 2029 für Menschen mit Beeinträchtigung finden in der Schweiz statt. Dies hat Special Olympics International offiziell bekannt gegeben, wie die Stadt Chur mitteilt. Im März 2029 werden 2500 Athletinnen und Athleten aus mehr als 100 Ländern in neun Sportarten antreten. Die Wettkämpfe werden im Kanton Graubünden durchgeführt, wie es in der Mitteilung heisst.

Demnach werden in Chur die Hallensportarten Unihockey, Floor Hockey, Short Track und Eiskunstlauf organisiert. In Arosa finden die Wettkämpfe Ski Alpin und Snowboard und in der Lenzerheide die Wettkämpfe Langlauf, Schneeschuhlauf und Tanzsport statt. Die Eröffnungsfeier wird im Stadion Letzigrund in Zürich und die Schlussfeier in Chur durchgeführt.

Die nächsten Schritte – Finanzierung und Organisation

Das Budget der World Games beträgt 38 Millionen Franken. 75 Prozent der Gesamtkosten sollen von Bund, den Kantonen Graubünden und Zürich, den Städten Chur und Zürich, sowie den Gemeinden Arosa und Vaz/Obervaz (Lenzerheide) getragen werden.

Die politischen Prozesse dazu laufen bereits seit Mitte 2020 und die Entscheidungen bei allen Partnern werden bis Sommer 2022 vorliegen, wie es in der Mitteilung heisst. In der Stadt Chur muss der Beitrag in einer Volksabstimmung im Frühling 2022 genehmigt werden.

Die ganze Schweiz ist involvier

Eine Spezialität der Special Olympics World Games ist das «Host Town»-Programm, das in der Woche vor der Eröffnung stattfindet. Die Teams aus den über 100 Ländern werden sich dazu in alle Kantone verteilen und die Schweiz, ihr Klima, ihre Kultur und ihre Menschen kennenlernen. So sollen Menschen aus allen Landesregionen Teil der Spiele werden, teilt die Stadt Chur mit. Quelle:  suedostschweiz.ch










Donnerstag, 17. Juni 2021

Indischer Virus heißt nun Delta

Griechische Buchstaben statt Entdeckungsort: Die WHO will die Varianten des Coronavirus umbenennen. So soll die Stigmatisierung einzelner Länder vermieden werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat beschlossen, Varianten des Coronavirus nach dem griechischen Alphabet zu benennen. Wie die WHO bekannt gab, sollen die Mutationen in der Reihenfolge ihrer Entdeckung umbenannt werden.

So heißt die sogenannte britische Variante B.1.1.7 nun Alpha, die erstmals in Südafrika entdeckte Mutante B.1.351 wird zu Beta, die brasilianische Variante P.1 zu Gamma. Bei der sogenannten indischen Variante B.1.617 wird unterschieden zwischen der besorgniserregenden Variante B.1.617.2, die zu Delta wird, und der Variante B.1.617.1, die derzeit als "von Interesse" eingestuft wird - sie heißt nun Kappa.  

Sorge vor Stigmatisierung 

Die wissenschaftlichen Bezeichnungen hätten ihre Vorteile, seien aber schwer auszusprechen und zu behalten, und daher anfällig für eine falsche Wiedergabe, erklärte die WHO in Genf. "Deshalb benennen die Leute die Varianten oft nach dem Ort, wo sie entdeckt wurden, was stigmatisierend und diskriminierend ist."

Um dies zu verhindern und die öffentliche Kommunikation zu erleichtern, ermutige die WHO nationale Behörden, Medien und andere, die neuen Namen zu übernehmen. Quelle: tagesschau.de

Dienstag, 15. Juni 2021

„Diversity Visa" Gewinner reichen Klage gegen US-Regierung ein

Tausende von US-Gewinnern von „Diversity Visa“ aus der ganzen Welt haben eine Klage gegen die Biden-Regierung eingereicht, weil sie befürchten, dass sie die Chance verlieren, nach Amerika zu ziehen, nachdem ihnen mitgeteilt wurde, dass ihre Visumanträge aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht priorisiert werden. In einer auf Twitter veröffentlichten Erklärung kündigte Curtis Morrison, ein Anwalt, der die Kläger vertritt, die Klage an und behauptete, die Klage sei im Namen von mehr als 24.000 Personen mit Sitz in 141 verschiedenen Ländern eingereicht worden. 

„Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir für unsere 24.089 #GoodluckvBiden-Kläger beim District Court for District of Columbia Beschwerde eingereicht haben“, sagte er. Die Klage kommt, da Tausende von Gewinnern des Diversity-Visums 2021 befürchten, dass sie aufgrund der Weigerung der USA, ihre befristeten Visumanträge zu bearbeiten, eine möglicherweise einmalige Chance verlieren, ein Leben in Amerika aufzubauen. Jedes Jahr vergeben die USA im Rahmen ihres Diversity-Visa-Lotterieprogramms bis zu 55.000 Green Cards an Einwanderer aus Ländern der ganzen Welt, um die Vielfalt in den USA zu fördern.

Dienstag, 8. Juni 2021

Deshalb gibt es die Lex Koller

Die Immobilienpreise explodieren. Trotzdem ermöglichen willfährige Beamte reichen Ausländern den Kauf von Häusern, obwohl das nicht erlaubt wäre. Notfalls muss das Volk den Missstand stoppen.

Unzählige Schweizer Familien möchten gern ein Eigenheim kaufen, aber können es sich nicht mehr leisten: Die Immobilienpreise sind explodiert – innert zehn Jahren sind Wohnungen 22 Prozent teurer geworden, Einfamilienhäuser gar 34 Prozent!

Kein Wunder: Es gibt immer mehr Menschen, aber immer noch gleich viel Bauland.

Deshalb gibt es die Lex Koller. Gemäss diesem Gesetz dürfen Ausländer, die nicht in der Schweiz leben, nur eingeschränkt Immobilien erwerben: als Feriendomizil ein einziges Objekt auf maximal 1000 Quadratmetern Land mit maximal 200 Quadratmetern Wohnfläche.

Weil Häuser und Wohnungen in der Schweiz für die Millionäre und Milliardäre dieser Welt eine attraktive und sichere Wertanlage wären, würden die Preise ohne diese Einschränkungen noch viel stärker steigen.

Diese Woche hat Blick-Reporter Flavio Razzino enthüllt, dass die Lex Koller im Kanton Bern reihenweise umgangen wird. Die superreichen Ausländer müssen dafür nicht mal kriminelle Energie aufbringen – sie finden willfährige Beamte, die beide Augen zudrücken!

Razzinos Beispiele: In Gstaad besitzt ein omanischer Scheich eine Villa auf einem Grundstück, das doppelt so gross ist wie erlaubt – mit dem Segen der Behörden. In Grindelwald baut eine holländische Millionärin eine (ebenfalls zu grosse) Villa, obwohl sie in derselben Strasse bereits eine Wohnung besitzt. In Brienz gibt ein russischer Milliardär an, seine 580-Quadratmeter-Villa verfüge bloss über 197 Quadratmeter Wohnfläche – und kommt damit durch: Die Behörden überprüfen die Angaben nicht ...

Wenn willfährige Regierungsstatthalter oder Gemeindepräsidenten reichen Ausländer ermöglichen wollen, mehr Immobilien zu kaufen, als es das geltende Recht vorsieht, dann sollen sie sich bitte schön weder dumm stellen noch beide Augen zudrücken – sondern offen und ehrlich dazu stehen. Dann sollen sie aber die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger erst darüber abstimmen lassen, ob auch sie das Gesetz ändern möchten.

Genau das will jetzt die Zürcher SP-Nationalrätin Jacqueline Badran (59) – aber in die umgekehrte Richtung: Falls der Missbrauch nicht subito ein Ende findet, will sie die Lex Koller per Volksinitiative verschärfen. «Damit nicht ausländisches Kapital einheimisches verdrängt und alles teurer macht», wie sie sagt.

Wir werden ja sehen, was die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizern will: willfährige Beamte, die sich vor Milliardären in den Staub werfen – oder harte Gesetze, die endlich eingehalten werden. Quelle: blick.ch











Donnerstag, 3. Juni 2021

Betrug mit Corona-Schnelltests

Kostenlose Corona-Schnelltests für alle haben angeblich einige dazu verleitet, zu betrügen. In den letzten Wochen sind in Berlin immer mehr Schnelltestzentren aus dem Boden geschossen: neben Einkaufszentren, auf Parkplätzen, bei Friseuren, in Wettbüros und in Shisha-Bars, die bis vor kurzem wegen der Sperrung geschlossen worden waren. Warum? Weil mit Tests viel Geld verdient werden kann – und das haben Kriminelle offenbar für sich entdeckt.  

Laut einem Bericht der regionalen Rundfunkanstalten NDR und WDR sowie der Süddeutschen Zeitung müssen die Betreiber von Testzentren nicht einmal nachweisen, dass sie überhaupt Antigen-Schnelltests gekauft haben, um eine Erstattung zu erhalten. Die Zentren senden lediglich einer Vereinigung von Kassenärztlichen Vereinigungen die Anzahl der Tests, die sie angeblich durchgeführt haben, um sie aus der Staatskasse zu erstatten – in Höhe von 18 € pro Test. Das Geld wird über die jeweiligen Verbände in den Bundesländern verteilt.

 

Das deutsche Gesundheitsministerium verbietet die Übermittlung von Informationen, mit denen getestete Personen identifiziert werden können, so dass es unmöglich ist, die Anzahl der von Zentren eingereichten Tests zu überprüfen. Fast ebenso wenig Aufwand ist erforderlich, um ein Testzentrum zu eröffnen. Ein Online-Kurs zur Durchführung von Tests genügt.

Dienstag, 1. Juni 2021

Vonovia und Deutsche Wohnen wollen fusionieren

Vonovia will Deutsche Wohnen übernehmen. Die Immobilienkonzerne Vonovia und Deutsche Wohnen wollen fusionieren. Durch den Zusammenschluss würde Europas grösster Wohnimmobilienkonzern mit einer Marktkapitalisierung von 45 Mrd. Euro entstehen.

Das fusionierte Unternehmen, das als Vonovia SE firmieren und seinen Sitz in Bochum haben soll, wird über einen Bestand von mehr als 500.000 Wohnungen mit einem kombinierten Immobilienwert in Höhe von knapp 90 Mrd. Euro verfügen. Vonovia gehören rund 415.000 Wohnungen vor allem in Deutschland, aber auch in Schweden und Österreich. Der Portfoliowert liegt bei ca. 59 Mrd. Euro. Die Deutsche Wohnen mit Sitz in Berlin hält knapp 157.500 Wohn- und Gewerbeeinheiten, drei Viertel davon befinden sich in Berlin.

Vonovia bietet den Aktionären der Deutsche Wohnen insgesamt 53,03 Euro/Aktie, was einer Prämie von knapp 18% auf den Schlusskurs der Deutsche-Wohnen-Aktie vom 21. Mai 2021 und von 25% auf Basis des gewichteten Durchschnittskurses der letzten drei Monate entspricht. Das Angebot bewertet die Immobiliengesellschaft mit 18 Mrd. Euro.

Es ist das mittlerweile dritte Mal, dass Vonovia die Deutsche Wohnen übernehmen will. Zuletzt war vor fünf Jahren eine Übernahme am Widerstand der Deutsche Wohnen gescheitert. Nun aber unterstützen Vorstand und Aufsichtsrat der Immobilienfirma das Angebot. Michael Zahn, CEO der Deutsche Wohnen, soll zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und Philip Grosse, CFO der Deutsche Wohnen, zum Finanzvorstand der Vonovia bestellt werden. Quelle: immobilienbusiness.ch

 

Dienstag, 25. Mai 2021

Migranten schwimmen um ihr Leben für eine bressere Zukunft

Rund 6.000 Migranten aus Marokko kamen zwischen Montag und Dienstag in der spanischen Enklave Ceuta an, inmitten einer angespannten diplomatischen Pattsituation zwischen Madrid und Rabat. Überfüllte Boote mit Männern, Frauen und Kindern überquerten das spanische Territorium, während viele andere über die Grenze schwammen oder sogar paddelten. Mindestens 1.500 von denen, die nach Ceuta gekommen sind, einer Stadt mit 85.000 Einwohnern, die durch einen 10-Meter-Zaun von Marokko getrennt ist, gelten als Teenager. 

Die Migranten wurden von Medizinern des Roten Kreuzes untersucht, bevor sie in ein Aufnahmezentrum gebracht wurden, wo sie festgenommen wurden, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Im vergangenen Monat schwammen rund 100 Migranten in Gruppen von 20 bis 30 Personen nach Ceuta. Die meisten wurden nach Marokko zurückgeschoben. Die spanischen Enklaven Ceuta und Melilla haben die einzigen Landgrenzen der Europäischen Union zu Afrika, was sie zu beliebten Einstiegspunkten für Migranten macht, die ein besseres Leben in Europa suchen.

Donnerstag, 20. Mai 2021

Die neusten Entwicklungen im Nahostkonflikt

Die Vereinigten Staaten haben am Dienstag (18. 5.) den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wegen dessen Kommentaren über Israel als «antisemitisch» und «abstossend» kritisiert. «Wir appellieren an Präsident Erdogan und andere türkische Führer sich aufwieglerischer Bemerkungen zu enthalten, die die Gewalt weiter anfachen könnten», sagte der Sprecher der Aussenministeriums, Ned Price, in einer Erklärung. Er spezifizierte nicht im Detail, welche Kommentare Erdogans die USA als antisemitisch einstuften. Erdogan hatte zuvor Israel für die Luftangriffe auf Gaza kritisiert und von einem «Terror-Staat» gesprochen, nachdem die israelische Polizei mit Gummigeschossen gegen Steine werfende Demonstranten vorgegangen war. Quelle: nzz.ch


Dienstag, 18. Mai 2021

Aufhebung des COVID-19-Impfstoffpatentes

Die EU sei bereit zu diskutieren, die Aufhebung des Schutzes des geistigen Eigentums bei COVID-19-Impfstoffen aufzuheben, sagte Ursula von der Leyen am Donnerstag, nachdem die USA erklärt hatten, sie unterstütze die Idee. Mehr als 100 Länder haben darauf gedrängt, auf die Rechte an geistigem Eigentum an Coronavirus-Impfstoffen und -Behandlungen zu verzichten, um die Produktion von Impfstoffen zu beschleunigen. Die USA sagten am Mittwoch, sie unterstützten die Pläne für einen Patentverzicht im Rahmen der Gespräche der Welthandelsorganisation (WTO) zu diesem Thema. Die Präsidentin der Europäischen Kommission von der Leyen sagte, der Block werde jeden Vorschlag erörtern, der die Krise auf wirksame und pragmatische Weise angehen würde.

Dienstag, 11. Mai 2021

Journalismus steht vor drastischen Verlusten

Die Welt des Journalismus steht vor drastischen Verlusten, warnten die Vereinten Nationen, da sie die Bedeutung von "Information als öffentliches Gut" am Welttag der Pressefreiheit hervorheben. Die zwischenstaatliche Organisation sagt, die aktuelle Coronavirus-Krise habe zu Schließungen und zum Abbau von Arbeitsplätzen in der Branche geführt, während andere Medien vor einer „politischen Gefangennahme“ stehen. Das Ergebnis sind mehr „schleichende Nachrichtenwüsten“ in Ländern, in denen Journalisten nicht in der Lage sind, genaue Informationen an die Öffentlichkeit zu bringen. Norwegen, Finnland, Schweden sind die Länder, wo es laut European press freedom index das höchste Maß an Pressefreiheit gibt. Die Schlusslichter bilden Russland, die Türkei und Belarus.

Donnerstag, 6. Mai 2021

So gefährlich ist Fliegen in Zeiten von Corona

Der Fall lässt Flugreisende rund um den Globus aufhorchen: Nach einem fünfstündigen Nachtflug von Neu-Delhi nach Hongkong wurden bei 47 Passagieren des Vistara-Fluges UK6935 Corona-Infektionen festgestellt. Nie zuvor haben sich gleichzeitig so viele Menschen über den Wolken mit Corona infiziert. 

72 Stunden vor Reiseantritt (4. April 2021) waren sie noch negativ getestet worden. Möglicherweise hatte sich mindestens einer der Passagiere im Zeitraum zwischen negativem Test und Reiseantritt angesteckt und das Virus auf dem Flug an die anderen Passagiere weitergegeben. Der Vorfall in Asien wirft mit Blick auf die Sommerferien erneut die Frage auf: Wie gefährlich ist Fliegen in Zeiten von Corona? Airlines beteuern stets, dass auf Flügen das Risiko von Corona-Infektionen sehr gering sei.Quelle: watson.ch

Dienstag, 4. Mai 2021

Abgelaufene Impfstoffe für afrikanische Länder

Die WHO fordert afrikanische Länder nachdrücklich auf, abgelaufene Impfstoffe aufzubewahren

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die afrikanischen Länder aufgefordert, Covid-19-Impfstoffe, die möglicherweise ihr Verfallsdatum überschritten haben, nicht zu zerstören.

Den Ländern wurde gesagt, sie sollen diese behalten und auf weitere Hinweise warten. Der Hinweis wurde gegeben, nachdem Malawi und der Südsudan angekündigt hatten, mehr als 70.000 Dosen des Oxford-AstraZeneca-Impfstoffes zu entsorgen, da diese Mitte April abgelaufen waren. Viele Impfstoffe können bis zu 36 Monate nach der Herstellung verwendet werden. Da Covid-19-Impfstoffe jedoch so neu sind, gibt es nicht genügend Daten, um ihre Wirksamkeit über längere Zeiträume nachzuweisen“, erklärt Kommunikationsexperte Michael Oehme. 

 

Die endgültige Entscheidung über die Verwendung abgelaufener Impfstoffe liegt bei den nationalen AufsichtsbehördenDie Einführung von Coronavirus-Impfstoffen in ganz Afrika war langsam, teilweise aufgrund von Versorgungsproblemen und größerer Skepsis gegenüber der Impfung. „Mein Appell an die Mitgliedstaaten lautet: Wenn wir unseren Beitrag zur Mobilisierung dieser Impfstoffe leisten, leisten Sie Ihren Beitrag und verwenden die Impfstoffe", sagte John Nkengasong, Direktor der CDC in Afrika, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Malawi sagte, es sei geplant, mehr als 16.000 Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs zu entsorgen, da ihr Verfallsdatum der 13. April war. Der Südsudan plante aus dem gleichen Grund, rund 59.000 Dosen zu verwerfen.

 

Die Impfstoffdosen wurden im Rahmen einer Partnerschaft mit der Afrikanischen Union (AU) an 13 afrikanische Länder gespendet. Die AU kaufte eine Million Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs aus Südafrika, das die Verwendung der Impfung aufgrund von Zweifeln an seiner Wirksamkeit gegen eine neue, im Land dominierende Variante eingestellt hatte. Die Länder erhielten die Dosen erst einige Wochen vor Verfallsdatum. Die WHO empfiehlt, die Impfstoffe sicher aufzubewahren und so weiter herauszufinden, ob sie länger verwendet werden können“, fügt Michael Oehme hinzu. Abgesehen von Malawi und dem Südsudan gab die WHO an, dass Ghana und Sierra Leone aufgrund ihres Verfallsdatums nicht alle Impfstoffe verwendet hätten. Von 55 afrikanischen Ländern haben 41 von der Lieferung von Impfstoffen über das Global-Sharing-Programm Covax profitiert. Sieben müssen noch ihre erste Charge erhalten.

 

Dienstag, 27. April 2021

Jede dritte Schweizer hat den Coronavirus

Jede dritte Person in der Schweiz dürfte sich bisher mit dem Coronavirus angesteckt haben, die meisten aber unbemerkt, wie die «NZZ am Sonntag» unter Berufung auf Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) berichtet. Offiziell bestätigt sind nämlich nur rund 646'500 Fälle. Es sind jene Menschen, die tatsächlich positiv getestet worden sind.

Der Schweizer Epidemiologe Christian Althaus schreibt auf Twitter: «Ich halte diese Angabe für überschätzt. (...) Ich gehe davon aus, dass sich in den verschiedenen Kantonen bisher etwa 15% bis 30% der Bevölkerung infiziert haben. Gesamtschweizerisch wohl etwa 25%, also jede vierte Person.»Nach Angaben der Zeitung prüft nun der Bund, ob es auch für Menschen, die die Krankheit gehabt haben ohne es zu wissen, ein Covid-19-Zertifikat und Erleichterungen beim Impfen geben könnte. Das Zertifikat für Geimpfte, negativ Getestete sowie Genesene soll den Zugang zu Veranstaltungen erleichtern. Wer Covid-19 gehabt hat, braucht nur eine statt zwei Impfdosen. Forschende verlangen gemäss Zeitungsbericht, dass eine Erkrankung nachträglich mit Antikörper-Nachweis belegt werden solle. Quelle:www.watson.ch

Donnerstag, 22. April 2021

Assistierter Selbstmord und Sterbehilfe erlaubt

Spanien ist das fünfte Land in Europa, das assistierten Selbstmord und Sterbehilfe für langleidende Patienten mit unheilbaren Krankheiten und Menschen mit unerträglichen dauerhaften Erkrankungen legalisierte.  „Spanien hat die Sterbehilfe legalisiert. Das Unterhaus des spanischen Parlaments stimmte für die endgültigeVerabschiedung des Sterbehilfegesetzes. Abgeordnete der linken Regierungskoalition Spaniens und anderer Parteien unterstützten sie, während konservative und rechtsextreme Gesetzgeber gegen die Gesetzgebung stimmten und versprachen, sie in Zukunft aufzuheben,“ erklärt Kommunikationsexperte Michael Oehme. „Heute sind wir ein menschlicheres, gerechteres und freieres Land ", twitterte Premierminister Pedro Sanchez am Donnerstag. Vielen Dank an alle, die unermüdlich für die Anerkennung des Rechts auf Würde in Spanien gekämpft haben.

 

Die Verabschiedung des Gesetzentwurfs war der Höhepunkt einer langen Legislaturreise, die vor drei Jahren begann und in parlamentarischen Ausschüssen und im Senat mehrere Revisionsrunden durchlief. Das Gesetz wird voraussichtlich Mitte Juni in Kraft treten. Die spanisch-katholische Kirche hat die Reform vehement verurteilt und die Sterbehilfe mit einer Form des Mordes verglichen. Die rechtsextreme Vox-Partei sagte, sie werde beim Verfassungsgericht Berufung einlegen. Ungefähr hundert Menschen protestierten am Donnerstag vor dem Parlament gegen die Gesetzgebung, einige als Sensenmänner verkleidet und brachten ein Banner gegen die Regierung des Todes zum Klang von Beerdigungstrommeln auf,“ erklärt Oehme weiter. 

 

Die Bedingungen für das spanische öffentliche Gesundheitssystem werden nach den neuen Rechtsvorschriften streng sein. Die Person - spanischer Staatsbürger oder Einwohner des Landes - muss bei der Beantragung fähig und bewusst“ sein, was ohne externen Druck formuliert und fünfzehn Tage später erneuert werden muss. Ärzte können den Antrag ablehnen, wenn sie der Ansicht sind, dass die Kriterien nicht erfüllt sind. Darüber hinaus muss die Entscheidung von einem anderen Arzt genehmigt und von einem Bewertungsausschuss grünes Licht erhalten werden.

 

Sterbehilfe, also wenn ein Arzt einem Patienten direkt tödliche Medikamente verabreicht, ist in Belgien, Kanada, Kolumbien, Luxemburg, den Niederlanden und der Schweiz legalIn einigen US-Bundesstaaten ist medizinisch unterstützter Selbstmord zulässig, wenn Patienten unter ärztlicher Aufsicht tödliche Medikamente selbst verabreichen. Portugal hat im Januar versucht, ein Gesetz zu verabschieden, das dem benachbarten Spanien ähnelt“, erklärt Kommunikationsexperte Michael Oehme abschließend.

Dienstag, 20. April 2021

Lockerung der COVID-Beschränkungen trotz hoher Zahlen

Der belgische Premierminister De Croo hat angekündigt, dass das Land im nächsten Monat Restaurants und Bars wieder für den Außenbereich öffnen und eine nächtliche Ausgangssperre aufheben wird. Die COVID-19-Fälle in Belgien nehmen weiter ab. Andere Länder, darunter die Schweiz und Dänemark, kündigten am Mittwoch ebenfalls eine Lockerung der Maßnahmen an. „Wir haben gesehen, dass die Anzahl der Infektionen in den letzten Wochen deutlich abgenommen hat, dass die Reproduktionsrate unter eins liegt und dass auch die Hospitalisierungsrate abnimmt", sagte De Croo. Belgien wird ab nächster Woche auch ein Verbot von nicht wesentlichen Reisen ins Ausland aufheben, aber die Regierung rät weiterhin von solchen Reisen ab.

 

Die Schweiz kündigte auch an, die Maßnahmen zu lockern – trotz der Tatsache, dass sich die Pandemie im Land verschlimmert“, erklärt Kommunikationsexperte Michael Oehme. Ab dem 19. April wird es wieder möglich sein, öffentlich zugängliche Veranstaltungen zu organisieren, Indoor-Sport- und Kulturaktivitäten werden erlaubt und Restaurants können ihre Terrassen wieder öffnen, sagte der Bundesrat in einer Erklärung nach einer breiten Kampagne von die Sektoren, die am stärksten von der Pandemie betroffen sind, um die Wirtschaft wieder zu öffnen. Die tägliche Infektionsrate entspricht in etwa der in Italien und Deutschland, liegt jedoch unter dem EU-Durchschnitt und ist dreimal niedriger als in Frankreich. Die Schweiz hat eine der höchsten vollständigen Impfraten in Europa“, fügt Michael Oehme hinzu.

 

Dänemark wird die Regeln für Reisen ins Ausland schrittweise lockern, um europäischen Reisenden ab Ende Juni die Möglichkeit zu geben, sich ohne Quarantäne zu bewegen. Der Plan, der von einer nahezu Mehrheit der Parteien im Parlament angenommen wird, sieht vier Phasen zwischen dem 21. April und Ende Juni vor, wobei die obligatorische Quarantäne je nach Bestimmungsort schrittweise aufgehoben wird. Ein negativer Test bleibt jedoch eine Voraussetzung für die Einreise in das Land. Dies hängt zum Teil vom Fortschritt der Impfkampagne ab, die derzeit durch die Einstellung der Verwendung des AstraZeneca-Impfstoffs verlangsamt wird, und von der Einführung des europäischen Gesundheitspasses, der für den 26. Juni geplant ist“, so Michael Oehme abschließend.

 

Donnerstag, 15. April 2021

Klimaschädliches Methan durch Rinderzucht

In der Rinderzucht werden große Mengen klimaschädliches Methan freigesetzt. Rotalgen im Futter können die Emissionen um 80 Prozent reduzieren, ohne den Fleischgeschmack zu beeinflussen.

Die Methanemissionen haben im vergangenen Jahr ein neues Rekordhoch  erreicht. Das extrem wirksame Treibhausgas hat über einen Zeitraum von 20 Jahren eine 86-Mal stärkere Wirkung als Kohlendioxid (CO2). Laut Pep Canadell vom CSIRO Oceans and Atmosphere in Canberra „ist Methan jetzt für 23 Prozent der globalen Erwärmung aufgrund von Treibhausgasen verantwortlich.“

Die Hauptquelle des klimaschädlichen Gases ist die Zucht von Wiederkäuern wie Rindern, Schafen und Ziegen. Eine einzelne Kuh erzeugt bei der Verdauung pflanzlicher Nahrung mehr als 300 Liter Methan pro Tag. Wissenschaftler der University of California in Davis untersuchen deshalb schon seit einigen Jahren, ob es möglich ist die Methanproduktion von Rindern zu reduzieren.

Dabei fand das Team um Breanna M. Roque von der University of California heraus, dass die Fütterung den Methanausstoß signifikant beeinflusst. Vor allem der cellulosehaltige Heu- und Grasanteil im Futter erhöht die Methanemissionen der Rinder stark. Andere pflanzliche Zusatzstoffe sorgen laut ihrer Publikation im Fachmagazin PLOS ONE hingegen für einen deutlichen Rückgang.

Futtermischung mit Algen

Erste Studien mit Rotalgen zeigten bereits in der Vergangenheit gute Erfolge bei Schafen, Ziegen und Milchkühen. Die Wissenschaftler nutzten für ihre aktuelle Studie deshalb Asparagopsis taxiformis. Diese wurden in unterschiedlichen Anteil einem Futter aus Heu, Getreide und Mais beigemischt. Als Versuchstiere dienten 21 Hereford-Stiere, von denen 21 Wochen lang der Methan-, Wasserstoff- und CO2-Ausstoß gemessen wurden.

Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass der Methanausstoß in Abhängigkeit vom Anteil der Algen im Futter um 45 bis 68 Prozent sinkt. Eine zusätzliche Veränderung der Futtermischung mit weniger Heu und einem hohen Anteil zugesetzter Rotalgen konnte die Methanemissionen um 80 Prozent reduzieren.

Identischer Geschmack trotz Algen im Rinderfutter

Eine Verkostung mit Konsumenten und Fleischexperten zeigt, dass die zugesetzten Algen weder den Geschmack noch die Fleischqualität beeinträchtigen. Die Futterzugabe ist demnach auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten der Züchter unproblematisch.

Außerdem bemerkten die Wissenschaftler, dass die Jungtiere trotz des weniger gehaltvollen Futters normal wachsen. Der Algenzusatz reduziert damit nicht nur die Methanemissionen, sondern auch die Futterkosten in der Fleischproduktion. Noch mehr Nachhaltigkeit kann durch den Anbau der Algen in regionalen Aquakulturen erreicht werden. Quelle: forschung-und-wissen









 

Dienstag, 13. April 2021

Wo bleibt die Umwandlungsbremse von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen

Die Bundesregierung will die Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen erschweren. Ein Gesetzvorschlag wurde bereits vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz formuliert.

Es ist keine ganz frische Idee, der Berliner Mieterbund fragte in einem Beitrag bereits Ende 2013: Wo bleibt die Umwandlungsbremse? Die Zahl der Umwandlungen von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen hat sich seitdem nicht verringert. Ganz im Gegenteil: Inzwischen werden in vielen Städten immer häufiger klassische Mietshäuser in einzelne Eigentumswohnungen umgewandelt.

Die Folgen der Umwandlungen sind für Mieter nicht gerade rosig. Die neuen Eigentümer müssen eine gewisse Frist verstreichen lassen und können dann auf Eigenbedarf klagen. Die bisherigen Mieter müssen sich dann eine neue Wohnung suchen und meist eine höhere Miete zahlen oder aber ihr gewohntes Umfeld verlassen. 

Jetzt soll also die Umwandlung in Eigentum erschwert werden. Der Gesetzesvorschlag sieht vor, dass künftig jede Umwandlung in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt von einer zuständigen Behörde vor Ort genehmigt werden soll.

Gleichzeitig soll ein häufig genutztes Schlupfloch geschlossen werden. Gegenwärtig können sich Verkäufer – nach Paragraf 172 des Baugesetzbuchs – verpflichten, dem Mieter für die Dauer von sieben Jahren ein Vorkaufsrecht zu gewähren. Das wird in der Regel auch eingehalten, nur sind die Kaufpreise so hoch, dass sich die meisten Mieter die Wohnung nicht leisten können. Nach dem neuen Gesetz wären die Behörden nur in Ausnahmefällen verpflichtet, einer Umwandlung zuzustimmen.

Die Auswirkungen des Immobilienbooms und damit verbunden eine stärkere Begrenzung der Umwandlungsmöglichkeiten beschäftigen die Parteien schon seit längerem.  Im September vorigen Jahres wurde die Bundesregierung schließlich in die Pflicht genommen, einen Gesetzesentwurf vorzulegen, der die Möglichkeit zur Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen begrenzt. Der ist nun auf dem Weg.

Bleibt abzuwarten, ob auf diese Weise die Preisexplosion auf dem Immobilienmarkt einzudämmen ist. Die Zahl der Deutschen, die Probleme mit der Zahlung ihrer Mieten oder Hypotheken haben, ist – laut Umfrage des Bankhauses ING – von 2017 bis heute von 14 Prozent auf 22 Prozent gestiegen. Quelle: immobilienscout24.de