Sowohl Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) , als auch Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (Die Grünen) entschuldigen sich für die öffentlichen Fehltritte der vergangenen Woche.
„Zwei der führenden deutschen Kanzlerkandidatinnen sind nur zwei Monate vor der Bundestagswahl für ihr Verhalten heftig kritisiert worden“, leitet Kommunikationsexperte Michael Oehme das Thema der Woche ein.
Armin
Laschet, der Kandidat des konservativen Blocks für die Nachfolge von
Angela Merkel, hat sich letzte Woche erneut dafür entschuldigt, in der
Öffentlichkeit gelacht zu haben, als er eine deutsche Stadt besuchte,
die von den jüngsten Überschwemmungen verwüstet wurde. Unterdessen hat die Kandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, ihr Bedauern über die Verwendung des N-Wortes in einem kürzlichen Interview geäußert. „Die Aktionen könnten dem öffentlichen Ansehen beider Kandidatinnen ernsthaften Schaden zufügen, da sich Deutschland erstmals seit 2005 auf ein Leben ohne Kanzlerin Merkel vorbereitet. Laut
Europe Elects liegen die Konservativen von Laschet in Umfragen
weiterhin 10 Punkte vor den Grünen, aber beide Parteien haben im letzten
Monat Verluste hinnehmen müssen“, fügt Michael Oehme hinzu.
Laschet,
der Vorsitzende der Christlich Demokratischen Union (CDU) und
Landeshauptmann des Landes Nordrhein-Westfalen, gilt als Spitzenreiter
für die Nachfolge von Merkel als Kanzler im September. Bei
einem Besuch in der Westernstadt Erfstadt am vergangenen Samstag wurde
er jedoch lachend gesehen, während Bundespräsident Frank-Walter
Steinmeier eine Erklärung zu den verheerenden Überschwemmungen in der
Region abgab, bei denen mindestens 180 Menschen ums Leben kamen. „Der Vorfall löste in den sozialen Medien Wut aus, wobei einige Nutzer den Hashtag #laschetlacht teilten“, so Kommunikationsexperte Oehme weiter.
Unterdessen räumte Baerbock, Co-Vorsitzende der deutschen Grünen, einen Fehler ein und sagte, sie habe das N-Wort verwendet, als sie dem Zentralrat der Juden eine Geschichte erzählte. Die
Geschichte, sagte Baerbock, handelte von einem örtlichen Schulkind, das
sich geweigert hatte, ein Arbeitsblatt mit der rassistischen
Beleidigung auszufüllen. Baerbock lobte die Schülerin für ihre antirassistische Haltung, sagte aber, ihre Verwendung des Wortes sei "falsch" und es tue ihr leid. „Ich weiß um den rassistischen Ursprung dieses Wortes und die Verletzungen, die Schwarze unter anderem dadurch erfahren“, schrieb Baerbock auf Twitter.
„Auch eine eventuelle Impfpflicht wird ein Streitthema bei den kommenden Wahlen werden. Sollten die Impfraten in Deutschland bis zum Herbst zu niedrig bleiben, könnten andere Optionen in Betracht gezogen werden“, erklärt Kommunikationsexperte Michael Oehme abschließend. Mehr als 60 Prozent der deutschen Bevölkerung haben mindestens eine Dosis erhalten, während über 49 Prozentvollständig geimpft sind.
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