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Donnerstag, 18. Februar 2016

Michael Oehme: Warum eine schlechte Internetpräsenz abschreckt

Im vorangegangenen Beitrag hatte ich angemerkt, dass das Internet die Visitenkarte eines Unternehmens oder das digitale Ladenlokal ist. Sinnbildlich sollte dieses Ladenlokal sauber und geordnet sein und ein authentisches Bild dessen vermitteln, was Sie anbieten. Wie in der Realität wollen Sie Menschen in Ihre schönen Räumlichkeiten locken. Das hat zunächst nichts mit Technik zu tun, sondern verlangt Hirnschmalz, was überhaupt die Intention Ihrer Arbeit ist. Ok, viele wissen nicht mal das und kommen dennoch über die Runden.


(Er-)kenne deine Zielgruppe
Zunächst einmal sollte man sich Gedanken machen, wer eigentlich seine Zielgruppe ist und wie diese „tickt“. Danach richtet sich die Ansprache aus. In einem noblen Designermöbelladen geduzt zu werden, ist komisch. IKEA dagegen duzt jeden seiner Kunden – ob jung, ob alt, ob arm, ob reich. Das ist ein Teil des unwiderlegbar erfolgreichen Gesamtkonzeptes. Unterschiedliche demografische Gruppen sollten dann auf Unterseiten ebenfalls zielgruppengerecht angesprochen und bedient werden. Anders ausgedrückt: Die Inhalte müssen passen und entsprechend kommuniziert werden. Ergänzt werden sollten derartige Texte durch passende, wichtige Links. Je besser man den Geschmack, Zeitgeist und Anspruch seiner Zielgruppe trifft, um so erfolgversprechender die Kontaktaufnahme.

Glasklare Führung
An anderer Stelle hatten wir das Thema Navigation aufgegriffen (http://pressearbeit-oehme-friedberg-michael.blogspot.de/2015/08/michael-oehme-wie-sollte-eine-internetseite-navigieren.html) - und wirklich, die Navigation ist ein wesentlicher Aspekt, ob sich Menschen auf einer Internetseite wohlfühlen und verweilen. Die Startseite sollte dabei klar sein und auf einen Blick vermitteln, worum es eigentlich geht. Fachleute nennen dies den USP, den unique selling point, auch Alleinstellungsmerkmal genannt. Wichtig auch: die Kontaktinformationen sollten bei einem Durchschnittbildschirm möglichst ohne Scrollen zu finden sein. Der nächste Punkt ist die Menüführung – hier bevorzugen immer mehr Programmierer eine flache und eindeutige Navigationsstruktur auf der man „springen“ kann, ohne immer wieder auf die Startseite zurück zu müssen.


„Schatz, reichst du mir mal die Brille ...“
Und was auf den ersten Blick wie eine Bagatelle wirkt, lässt viele Internetseiten durchfallen. Danach müssen die Texte gut lesbar sein, nicht nur, was die Schriftgröße und –farbe anbelangt, sondern auch im Hinblick auf den Hintergrund. Eine weiße Schriftfarbe, die in einer Wolke verschwindet ist genauso wenig sinnvoll wie eine Farbdichte von nur 20 Prozent. Dies mag künstlerisch wertvoll sein, aber wenn man mit der Nase am Bildschirm kleben muss, eben nicht leserfreundlich. Schließlich sollte man abwägen, ob komplexe Sachverhalte nicht besser in einem kurzen Video dargestellt werden sollten. Machen Sie sich einfach Gedanken darum, wie Ihre Kernbotschaft lautet und wie diese am effektivsten kommuniziert werden kann und ordnen Sie dem alles andere unter. Dies hilft meist erheblich weiter.

Kommentare:

  1. Immer wieder witzig, was der Oehme da für Metapher und Sprüche einbaut. Klasse, das Thema ma so vorzustellen.

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  2. Gerade die Frage der Zielgruppe scheint viele zu interessieren. Wir haben hier eine Vielzahl an Anfragen dazu. Wir sammeln gerne Tips von Euch, wie Ihr die Zielgruppe am besten definiert. Schreibt uns dazu!!!

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